BCI: Unterstützung der Forderung nach nachhaltiger Baumwolle

Logo Better Cotton Initiative

Die “Better Cotton Initiative” (BCI), gegründet in 2009, wurde von einigen visionären Organisationen initiiert, unter anderem adidas, H&M, IKEA, Oxfam und WWF. Das Ziel der BCI ist es, die Lebensbedingungen und die wirtschaftliche Entwicklung in den Gebieten, in denen Baumwolle produziert wird, zu verbessern, die negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren und die Zukunft dieses Sektors zu sichern. BCI lehnt die Anwendung schädigender Pflanzenschutzmaßnahmen, Wassermissbrauch, Reduzierung der Bodenfruchtbarkeit und ungesunde Praktiken wie zum Beispiel Kinderarbeit oder Zwangsarbeit vehement ab.

Um ihr Ziel zu erreichen, gibt BCI vor, wie ein besserer, nachhaltigerer Baumwollanbau aussehen sollte, und trainiert und unterstützt die Anbauer über ein Netzwerk von Partnern, damit diese die entsprechenden Techniken anwenden und die Vorgaben einhalten. In 2013 haben 680.000 Baumwoll-Farmer 905.000 metrische Tonnen Better Cotton produziert. Das Ziel ist es, diese Zahl bis 2020 auf 5 Millionen bzw. 8,2 Millionen zu erhöhen. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist die Aufnahme von Better Cotton in die Lieferkette.

Die Abbildung unten zeigt eine typische Lieferkette für Better Cotton. Die Baumwoll-Farmer bringen ihren Ertrag zu einem Entkörnungsunternehmen (cotton gin), wo die Baumwollfasern von ihren Körnern befreit und zu Baumwollballen verarbeitet werden. Diese Ballen werden gehandelt oder direkt an Baumwollspinnereien verkauft, die wiederum die Stofffabriken mit Garn versorgen. Der Stoff wird weiterverkauft und zu fertigen Produkten wie z.B. Kleidung, weiterverarbeitet und an den Einzelhandel geliefert.

Chain of Custody cotton supply chain - ChainPoint

Alle Interessensvertreter der Better Cotton Lieferkette sind miteinander verbunden. Durch Identity preservation und Mass-Balance Chains of Custody, wird die Rückverfolgbarkeit vom Anbau bis zum Verbraucher gewährleistet.

Rückverfolgbarkeit in Baumwolle Lieferketten

Um sicherzugehen, dass Einzelhändler und Marken ihre Better Cotton Claims zuversichtlich aussprechen können, hat BCI eine Kontrollkette mit Anforderungen an die Lieferkette eingeführt und das Rückverfolgungssystem „Better Cotton Tracer“ entwickelt, das auf ChainPoint basiert. Derzeit umfasst das System die Lieferkette vom Entkörnungsunternehmen bis zum Einzelhandel. Es ist eine Mischung aus Massenbilanzierung und der Verfolgung und Überwachung der so genannten „Better Cotton Claim Units“ (BCCUs, Better Cotton Claim Einheiten).

In einem Mass-Balance System wird nicht das physische nachhaltige Produkt an sich verfolgt, sondern die Mengen nachhaltigen Produkts. Vom Entkörnungsunternehmen bis zur Garn Spinnerei werden die Mengen durch die Verwaltung der Daten in ChainPoint überwacht. Der Better Cotton Tracer gewährleistet zum Beispiel, dass ein Händler nicht mehr Better Cotton verkaufen kann als die Menge, die er selber an Better Cotton bezogen hat.

In der Spinnerei wird jedes Kilo Better Cotton in eine BCCU umgewandelt. Sobald diese Better Cotton Mengen ihren Weg entlang der Lieferkette als Garn, Stoff oder Kleidungsstück fortsetzen, werden sie von den BCCUs begleitet. Am Ende kann der Einzelhandel die BCCUs mit Hilfe des Better Cotton Tracer bis zur Spinnerei zurückverfolgen, die diese BCCUs ausgestellt hat. Mehr Informationen: BCI Better Cotton Tracer Video

Cotton to Counter Solution Paper

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Sustainable cotton supply chain - ChainPoint